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Die ersten Migranten Adam und Eva

Dr. Deborah Thiele, Frankfurt(Germany), 12. Oktober 2015

Die ersten Migranten der Menschheit waren Adam und Eva. Nachdem Sündenfall mussten sie bedauerlicherweise das gottgegebene Paradies verlassen und ein neues Zuhause suchen. Sie hatten mehr als alles im Paradies, was sie im Leben brauchten. Sie brauchten nicht mal dafür zu arbeiten. Dann ändert sich die Lebenssituation. Leider mussten sie alles zurücklassen, welche Tragödie! Biblische Aufzählung lehrt uns weiter über „lat. migrare; wandern“durch die Geschichte Moses. Mose führt das ganze Volk Israel aus Ägypten in das verheißene Land. Das war auch nicht einfach für das Volk, denn es musste die Wüste ohne Wasser durchwandern und wurde von Ägyptern verfolgt. Und noch dazu mussten die Israeliten kämpfen, um ihre Kultur und Religion zu bestätigen, denn es gab bereits eine eigene Kultur und Vorstellung zu Gott in Kanaan [im heutigen Namen Palästina] (vgl.1.Mose 12,7; 13,14-18; 28,13).

Im Alten Testament gibt es Gebot Gottes, welches zugleich als Schutzgebot gegenüber Fremden zu verstehen ist. Der Grund, weshalb Gott solches Gebot gegeben hat, besteht aus den Erfahrungen, welche Israel selbst mit den Fremden gemacht hat: „Einen Fremden sollst du nicht ausbeuten. Ihr wisst doch, wie es einem Fremden zumute ist; denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen (vgl. Exodus 23,9)“. Deuteronomium 10,19 präsentiert, dass das Volk Israel in Ägypten fremd gewesen war und gebietet, im Gedenken daran Fremdlinge zu lieben. Ebenfalls Ägypter, die in der dritten Generation in Israel lebten, durften in die Versammlung des Herrn aufgenommen werden (vgl. Dtn. 23,9). Aber wenn ein Fremdling das Passah des Herrn mitfeiern wollte, musste er sich beschneiden lassen (vgl. Ex. 12,48). Also kein Fremder durfte vom Passah essen (vgl. Ex. 12,43), sogar die Opfertiere durften nicht von Ausländern gekauft werden (vgl. Lev. 22,25). Die Gesetze, die Ausländer zu befolgen hatten, waren weniger zur Integration und mehr zur Abgrenzung geeignet. Dennoch wird Jahwe Gott als der Beschützer der Armen und Schwachen [z.B. Exodus-Ereignis] angesehen. Dementsprechend hat Volk Gottes allerdings seine Rechtsordnung zu schaffen. Die Rechtsordnung gründet jedenfalls im Glauben an Jahwe und muss sich vor allem im Umgang mit den Fremden durchsetzen. Der Fremde übernimmt das Gesetz der Einheimischen und somit kann als gleichgestellt bewirken.

Church in Frankfurt, photo: Su-Kyung Han

Das Neue Testament ist ebenso vertraut mit Migration. Die Lehre des vorösterlichen Jesus war auf Israel ausgerichtet. Jene, die nicht zum Volk Israel gehörten, wurden von ihm ausgegrenzt (vgl. Matthäus 10,5f.).  Dieses Bild wurde durch den nachösterlichen Jesus. Der so genannte Missionsbefehl aus Matthäusevangelium 28,16ff.: „Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker…“ wurde zur Prämisse der Mission des Christentums. Die Kirchengeschichte schließlich ist im Anschluss an Paulus Missionsgeschichte und durch die paulinische Lehre teilweise revidiert, indem die Zustimmung mit der Annahme des Glaubens Christi verbunden war, zu integrieren. Eine multikulturelle-religiöse Gesellschaft war für Juden und Christen ebenso unwahrscheinlich. Der Fremde wurde nur zum Bruder, wenn er auch dieselbe Religion hatte bzw. wurde getauft im Namen Jesu Christi!

Integration kommt es immer auch darauf an, was man unter Integration versteht und wer dabei in bzw. was integriert werden soll. Seit im Jahr 2005 gibt es Integrationskurse in Deutschland. Die Teilnehmer an Integrationskursen müssen 900 Stunden für die deutsche Sprache und zusätzlich 45 Stunden für den Orientierungskurs absolvieren. Neben  meiner theologischen Tätigkeit war ich als Deutschlehrerin (Dipl. Germanistin) für Deutsch als Fremdsprache tätig. Es war mir eine Freude, die schöne Sprache und Kultur an den Menschen zu vermitteln. Es gab sehr fleißige Teilnehmer im Kurs, aber auch wenig motivierte, die sich für die Sprache und Kultur nicht interessierten.

In der Tat fehlten den vielen Teilnehmern die Bildung und Erziehung, also keine leichte Aufgabe, die Defizite zu beheben. Vor allem es kommt auf den Teilnehmer an, aus welchem Land er ursprünglich stammt. Daher musste ich sie stets motivieren, damit sie Deutsch und deutsche Kultur kennenlernen. Aber wenn man sich nicht bemüht und nicht lernt, bleibt man unwissend. Integration ist eine Verbindung, die von unterschiedlichen Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen auf einer höheren Ebene bindet. Sie ist eine Bewegung, welche das scheinbar Unvereinbare auf einer anderen Seite verbindet. Ebenfalls muss man in der Lage sein, sich anzupassen. Eine gelungene Integration regt eine neue Sicht an und ermöglicht umfassende Entwicklung.

Einige Einheimische meinen, dass die Bürger mit dem Migrationshintergrund sich nicht integrieren wollen und sagen, „Ausländer können doch kein Deutsch!“. Zum Glück leben genügend Menschen, die selbst mit der ausländischen Herkunft noch kultivierter als Einheimische sind. Leider leben manche nur „unter dem Schleier des Nichtwissens“ und denken nicht hinaus. Sie können sich auch nicht vorstellen, welche Qualifikationen andere Bürger besitzen. Seit 23 Jahren lebe ich in Deutschland. Nachdem ich mein Studium in Germanistik und Politikwissenschaft in Korea auf Diplom abgeschlossen habe, habe ich beschlossen, in Deutschland weiter zu studieren, habe studiert und promoviert. Mittlerweile ist Deutschland meine Heimat geworden, aber ich bin bei vielen Menschen nur eine Ausländerin, sei es beim Spazierengehen oder Einkaufen oder sogar in der Kirche.

Je länger ich in Deutschland lebe, desto schwieriger wird mein Aufenthalt. Wegen meines Aussehens bin ich eine Zielscheibe für jene, die rassistisch und ausländerfeindlich sind. Unglücklicherweise bin ich mehrfach angegriffen, beleidigt und angepöbelt worden; du Ausländer, mach nur in deiner Heimat. Du bist ekelhaft, unfreundlich, haarig, verrückt… Geh woanders spazieren. Du nervst mich… Ich frage mich, was bei den solchen Menschen so schief läuft! Warum sind sie so respektlos, niveaulos und hoffnungslos, sodass sie sich nur so großartig fühlen, indem sie anderen wehtun. Als ich vor 23 Jahren in Frankfurt ankam, fragte ein Zollbeamter mich, warum ich bereits Deutsch sprechen konnte, wo ich gut Deutsch erlernte und er wünschte mir viel Erfolg für mein Studium. Alles wird extrem entweder Rechts oder Links, wo bleibt unsere gesunde Mitte. „Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen…“ (vgl. Psalm 34,14). Wir als Christen müssen unsere Zunge sterilisieren, denn unsere Zunge ist ein Segen! Ich vermisse die Menschen, die mir Segen wünschen, so sehr vermisse ich.

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