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Völkerkundemuseum in München verweigert die Rückgabe des Kolonialraubguts

Der koloniale Raub einer Königsinsignie in Kamerun vom deutschen Kaiserreich 1884

Koloniales, 3. Februar 2010
Der koloniale Raub einer Königsinsignie in Kamerun vom deutschen Kaiserreich am 22. Dezember 1884
photo: 7087@afrika-MulzerEkta_MUCBOOK

Der koloniale Raub einer Königsinsignie in Kamerun: Hierbei handelt es sich um einen Schiffsschnabel, genannt ‚Tangue‘. Bis zum heutigen Tag weigert sich das Völkerkundemuseum nicht nur, dieses gestohlene Kunstwerk zurück zu geben, sondern sogar auf die Umstände hinzuweisen, unterer denen das Ausstellungsstück in den Besitz des Völkerkundemuseums gelangte.

Und dies, obwohl der Diebstahl bestens dokumentiert ist. So schrieb der damalige stellvertretende Konsul des deutschen Kaiserreichs und spätere Direktor des Völkerkundemuseums Dr. Max Buchner in sein Tagebuch:

„Die Olga wirft einige Granaten aus ihren Geschützen nach Hickory Town, weil dort Feinde gesehen worden sein sollen. (...) Dann wieder Landungsmanöver. Das Haus des Lock Priso wird niedergerissen, ein bewegtes malerisches Bild. Wir zünden an. Ich habe mir aber ausgebeten, dass ich einzelne Häuser vorher auf ethnographische Merkwürdigkeiten durchsehen darf. Meine Hauptbeute ist eine große Schnitzerei, der feudale Kahnschmuck des Lock Priso, der nach München kommen soll.“ (22. Dezember 1884)

Der Nachfahre von „Lock Priso“, der Kameruner Historiker Kum´a Ndumbe, der in den 1960er Jahren in München das Gymnasium besuchte und später als Professor in Lyon sowie Berlin lehrte, fordert seit über einem Jahrzehnt vergeblich die Rückgabe des ‚Tangue‘. Hierzu Eva Bahl, Sprecherin der Gruppe [muc] München postkolonial, die erst kürzlich ein Gespräch mit einem Vertreter des Völkerkundemuseums hinsichtlich der geforderten Rückgabe des Tangue führte: „Es ist beschämend, dass das Völkerkundemuseum sich seiner eigenen Geschichte derart verweigert. In der Afrika-Abteilung des Völkerkundemuseums wird nicht einmal erwähnt, wie das Exponat in den Besitz des Museums kam. Wir fordern die sofortige Rückgabe!“


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