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"Notaufnahmen"

Fotoausstellung von Ärzte ohne Grenzen

Berlin, Januar 2006

 

Ab Freitag ist im Bahnhof Friedrichstraße eine Fotoausstellung über die Arbeit der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zu sehen. Die 50 "Notaufnahmen" führen die Bahnhofsbesucher nach Bangladesch, Indonesien, Usbekistan, in die Demokratischen Republik Kongo und den Sudan. Die Ausstellung wird bis zum 26. Januar in Berlin und danach in Mannheim, Dresden, München, Essen und Frankfurt/Main gezeigt.

In den Bahnhöfen werden großformatige Fotografien aus fünf der insgesamt rund 70 Einsatzländer der Organisation ausgestellt: "Die Geschichten, die diese Bilder erzählen, zeugen von Leid und Zuversicht, Not und Hilfe zugleich. Insofern spiegeln sie auf beeindruckende Weise wider, was unsere Mitarbeiter in den Einsatzgebieten jeden Tag erleben", sagt Adrio Bacchetta, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen über die Ausstellung. Ob Malaria in Bangladesch, Vertreibung im Sudan oder das Überleben in Trümmern nach dem Tsunami: die Menschen in diesen Gebieten sind auf medizinische Hilfe angewiesen.

Die Erinnerung an die Katastrophe ist überall vorhanden: Kaum ein Gebäude in Banda Aceh ist von der Flutwelle unbeschädigt geblieben. Kaum ein Überlebender ist nicht traumatisiert.
photo: (c) Sebastian Bolesch

Die Bilder wecken Hoffnung, doch im Hintergrund eines jeden Fotos bleiben die Ursachen der Not präsent. "Diese kann Ärzte ohne Grenzen als Nothilfeorganisation nicht aus dem Weg räumen", so Bacchetta. "Aber wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, darauf aufmerksam zu machen, wenn Menschen brutal vertrieben werden, ihnen medizinische Hilfe verwehrt oder sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt wird. Die Ausstellung ist Teil dieses Anliegens."

Anstehen für Hilfe, die gerade zum Überleben reicht: Über 100.000 Vertriebene leben in Kalma Camp, einer erbärmlichen Zeltstadt im Süden Darfurs. Viele sind traumatisiert durch den Tod von Angehörigen, die Flucht und die alltägliche Gewalt. Im Spiel der Kinder spiegelt sich die Gewaltgeschichte der indonesischen Provinz Aceh wider. Ärzte ohne Grenzen arbeitet dort in Gebieten, in denen es wegen des Bürgerkriegs seit Jahren keine medizinische Versorgung mehr gab. Eine Mutter hat ihren malariakranken Sohn in die Klinik von Ärzte ohne Grenzen gebracht. Er wird ein Medikament erhalten, das die Parasiten im Blut sehr schnell abtötet. Das Fieber klingt dann meist nach einem Tag ab, und nach drei Tagen dürfte der Junge wieder gesund sein.
photo: (1) Ton Koene, (2 u. 3) Sebastian Bolesch

Ärzte ohne Grenzen dankt insbesondere den fünf Fotografen: Sebastian Bolesch, Alessandro Cosmelli, Tom Craig, Ron Haviv/VII und Ton Koene für die sehr gute Zusammenarbeit. Dank gebührt auch allen beteiligten Bahnhöfen, ohne deren freundliche Unterstützung diese Ausstellung nicht möglich gewesen wäre.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar auf dem Bahnhof Friedrichstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei. Anschließend werden die "Notaufnahmen" in Mannheim Hbf (29.1. - 11.2.), Dresden-Neustadt (14. - 27.2), München Hbf (3. - 12.3.), Essen Hbf (15. - 24. 3.) und Frankfurt a.M. Hbf (27.3. - 5. 4.) gezeigt.

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