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Das Recht auf Identität

Plan setzt sich weltweit für Geburtsregistrierung ein
Von den 134 Millionen Kindern, die jährlich zur Welt kommen, werden 50 Millionen nicht registriert. Die meisten von ihnen leben in Asien und Afrika südlich der Sahara. Ohne eine Geburtsurkunde besitzen sie keine gesetzlich anerkannte Identität und existieren somit offiziell nicht. Elementare Rechte bleiben ihnen verwert: In vielen Ländern ist die geimpft oder in ein Krankenhaus eingewiesen, um eingeschult oder zu Abschlussprüfungen zugelassen zu werden. Ohne Identitätsnachweis können Menschen weder heiraten, ein Konto eröffnen, noch wählen oder gewählt werden.

Es sind vor allem Kinder armer Familien sowie Kinder ethischer und religiöser Minderheiten, die nicht registriert sind. Und es sind vorwiegend Mädchen. Eine Geburtsurkunde ist für viele Familien zu teuer. Zudem liegen die Meldestellen häufig weit entfernt vom Heimatdorf. Wenn überhaupt, dann lassen viele Eltern deshalb nur ihre Söhne registrieren.

Verheiratung minderjähriger Mädchen

Laut Unicef haben 22 Staaten unzureichende Systeme der Geburtsregistrierung, in Ländern wie Niger oder Indonesien gibt es gar kein entsprechendes System. Viele Staaten haben inzwischen immerhin den Schutz von Minderjährigen in ihrer Rechtsprechung verankert. Doch zeigen diese Gesetze kaum Wirkung, da Minderjährige oftmals ihr Alter nicht nachweisen können. So werden trotz der Einführung eines Mindestheiratsalters weltweit immer noch 83 von 331 Millionen Mädchen vor Erreichen des 18. Lebensjahres verheiratet.

Seit Mitte der 90er Jahre entwickelt Plan weltweit Programme zur Geburtenregistrierung. Plan arbeitet dabei eng mit anderen Nichtregierungsorganisationen und Regierungen zusammen. In Togo und Benin hat Plan für mehrere tausend Kinder mit mobilen Registrierungsbüro Geburtsurkunden ausgestellt, um die Mädchen und Jungen vor Kinderhändlern, Kinderarbeit und illegaler Adoption zu schützen. Gleichzeitig schult das Kinderhilfswerk Regierungsbeamte und klärt sie über die Bedeutung von Geburtenregistrierung im Kampf gegen den internationalen Kinderhandel auf. Denn ohne Papiere lassen sich weder das Alter noch die Herkunft der Mädchen und Jungen nachweisen.

Gesetze zur Geburtenregistrierung

Dank Plan haben im indischen Bundesstaat Orissa 3,2 Millionen und in Bangladesh mehr als vier Millionen Kinder jetzt eine offizielle Identität. In Indonesien erarbeitet Plan zusammen mit Unicef und der Regierung Gesetzte zur Umsetzung der Geburtenregistrierung. Plan fördert dort auch den Aufbau von Registrierungssystem und informiert Gemeinden über die Bedeutung einer Geburtenregistrierung.

Bei den BAka-Pygmäen in Kamerun sind 98 Prozent der Kinder nicht registriert. Plan unterstützt die Menschen dieser benachteiligten Volksgruppe seit mehr als sechs Jahren darin, von der Registrierung wahrgenommen und anerkannt zu werden. So verhalf Plan mehr als 200 Erwachsenen zu einer Geburtsurkunde. Jetzt können die Eltern auch ihre Kinder registrieren lassen.

Im Februar 2005 hat Plan mit Unterstützung von Erzbischof Desmond Tutu eine internationale Kampagne zur Geburtenregistrierung gestartet. Die Vorbereitung dafür haben bereits im Finanzjahr 2004 begonnen.
Plan Post, März 2005
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