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Zerstörung: Keine Häuser, keine Arbeit, kein Leben für Zwangsvertriebene in
Simbabwe (englisch)

Berlin, 8. September 2006
Die Karte der meisten zerstörten Gebieten von Simbabwe. photo: © DigitalGlobe, Inc.

Satellitenaufnahme vor der Operation Murambatsvina, photo: © DigitalGlobe, Inc.     Satellitenaufnahme nach der Operation Murambatsvina, photo: © DigitalGlobe, Inc.
Hatcliffe Extension New Stands vor und nach der Operation Murambatsvina: Mehr als 700 Strukturen konnte man auf dem Bild (Links: vorher) sehen, die meiste davon sind nach der Operation Murambatsvina verschwunden (siehe das Bild rechts: nachher). photo: © DigitalGlobe, Inc.

Ein "besseres Leben" verspricht ihnen die "Operation Garikai/Hlalani Kuhle" der Regierung Simbabwes. Hunderttausende von Menschen haben seit  Mai 2005 durch Zwangsvertreibung und Zerstörung ganzer Siedlungen ihre Lebensgrundlage verloren. Allen Vertriebenen soll eine neue Existenz ermöglicht werden. Doch 15 Monate nach Beginn der Operation ist ihr Leben weiter unerträglich, wie ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) zeigt.

"Garikai/Hlalani Kuhle ist gescheitert. Die Regierung setzt damit die Menschenrechtsverletzungen fort, die sie mit den Massenvertreibungen begangen hat", sagte Ute Müller, ai-Simbabwe-Expertin. 92.460 Häuser wurden im Mai letzten Jahres zerstört, ganze 3.325 Häuser wurden bisher neu gebaut. Ein Teil der Neubauten ist unfertig und nicht bewohnbar. "Viele Vertriebene erhalten entgegen der Zusagen lediglich ein kleines Stück Land, oft ohne Anschluss an ein Wasser- und Kanalisationsnetz", sagte Müller. "Ihr Haus müssen sie ohne Unterstützung selbst bauen." Andere leben in Räumen, die als Toiletten vorgesehen waren.

Zehntausende - in der Mehrheit Frauen - haben nicht nur ihre Häuser, sondern ihre Existenz als Kleinhändler und Verkäufer verloren. Sie zählen nun zu den 83 Prozent der Bevölkerung, die von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben müssen. 80 Prozent der Simbabwer sind arbeitslos.

ai fordert die Behörden Simbabwes auf, das den Zwangsvertriebenen als Entschädigung versprochene Wohnungsbauprogramm endlich umzusetzen und es internationalen Standards anzupassen. Besonders der Zugang zu Wasser und sanitärer Infrastruktur sowie eine faire Verteilungspolitik müssen dabei gewährleistet sein.

amnesty international (ai)
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