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Jedes zweite HIV-positive Kind ohne Behandlung wird nicht einmal zwei Jahre alt

UNICEF zur Welt-AIDS-Konferenz am 3.- 8. August in Mexiko

03. August 2008

photo: UNICEF/ HQ05-0879/Shehzad Nooranin

UNICEF ruft anlässlich der am Sonntag in Mexiko beginnenden Welt-AIDS-Konferenz zu verstärktem Einsatz für das Überleben und den Schutz HIV-positiver Kinder auf. Im vergangenen Jahr haben sich in den Entwicklungs- und Schwellenländern schätzungsweise 370.000 Kinder mit dem HI-Virus angesteckt - zumeist durch ihre Mütter, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten sind ihre Überlebenschancen weiterhin schlecht. Allein 2007 starben weltweit 270.000 Kinder an den Folgen von AIDS.

Vor der Welt-AIDS-Konferenz kündigen UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation und der Finanzfond UNITAID an, zusätzlich 50 Millionen Dollar einzusetzen, um die Mutter-Kind-Übetragung des HI-Virus zu stoppen. In neun besonders von der Epidemie betroffenen Ländern sollen rund zehn Millionen Schwangere auf HIV getestet und 285.000 Mütter und Kinder behandelt werden. UNICEF verhandelt im Rahmen des Programms auch mit der Pharmaindustrie und Regierungen, um die Preise für Medikamente und Testmöglichkeiten weiter zu verringern.

UNICEF weist anlässlich des Treffens von Wissenschaftlern und AIDS-Aktivisten in Mexiko darauf hin, dass rund 50 Prozent der HIV-infizierten Neugeborenen vor ihrem zweiten Geburtstag sterben, wenn sie keine medizinische Hilfe bekommen. Weil in vielen Ländern bis heute ausreichende Testmöglichkeiten für Kleinkinder nach der Geburt fehlen, werden HIV-Infektionen oft nicht oder zu spät diagnostiziert. Dabei belegen Untersuchungen, dass eine frühzeitige Behandlung infizierter Neugeborener das Sterblichkeitsrisiko um 76 Prozent senkt gegenüber Kindern, die erst mit Ausbruch der Krankheit medizinische Hilfe bekommen.

Fortschritte - aber zu langsam

Kinder sind im Kampf gegen AIDS lange kaum berücksichtigt worden. Dies beginnt sich nach Einschätzung von UNICEF langsam zu ändern. Allerdings sind die Herausforderungen nach wie vor enorm:

Zugang zu Medikamenten: UNICEF unterstreicht, dass Viren hemmende Medikamente in den vergangenen Jahren zwar billiger und auch in vielen armen Ländern leichter erhältlich geworden sind. So waren in 2007 knapp 200.000 Kinder in Behandlung - gegenüber 75.000 in 2005. Doch bis heute bekommen viele der Kinder, die behandelt werden müssten, keine medizinische Hilfe. Weltweit leben rund zwei Millionen HIV-positive Kinder unter 15 Jahren - die meisten in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In Deutschland wird ihre Zahl auf 350 geschätzt.

Prävention von Mutter-Kind-Übertragung: Jedes Jahr bringen schätzungsweise 1,5 Millionen HIV-positive Frauen ein Baby zur Welt. Durch Gaben des Medikaments Nevirapin vor der Geburt lässt sich das Ansteckungsrisiko für die Kinder drastisch senken. Doch nur 33 Prozent der HIV-positiven Schwangeren erhielten 2007 dieses Medikament. Der Anteil lag allerdings 2005 noch bei zehn Prozent.

Aufklärung: Um AIDS zurück zu drängen muss die Zahl der Neuinfektionen reduziert werden. Bis heute entfallen 45 Prozent aller Neuinfektionen auf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren. Doch obwohl mittlerweile praktisch alle besonders betroffenen Länder AIDS-Aufklärung in ihre Lehrpläne aufgenommen haben, ist der Wissensstand bei Heranwachsenden nach wie vor unzureichend. Lediglich 40 Prozent der Teenager in Entwicklungs- und Schwellenländern sind in der Lage, fünf einfache Fragen zu AIDS zu beantworten.

Schutz und Hilfe für AIDS-Waisen: In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara hat sich die Zahl der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren haben, zwischen 2001 und 2007 fast verdoppelt. Heute schätzt UNICEF ihre Zahl auf zwölf Millionen. Diese Kinder und Jugendlichen sind besonders von Armut und Ausbeutung bedroht. Gemeindenahe Hilfsprogramme, die von Freiwilligen mit getragen werden, verbessern die Lage der Kinder. Sie helfen zum Beispiel, dass die Kinder zur Schule gehen können. Trotzdem bestimmen häufig Stigma und Diskriminierung das Leben der Waisen.

 

* UNICEF im Kampf gegen AIDS Im November 2005 hat UNICEF Deutschland die Kampagne „Du und ich gegen AIDS“ als Teil der internationalen UNICEF-Kampagne „Unite for Children – Unite against AIDS“ gestartet. Diese konzentriert sich auf vier Prioritäten:

1. Das Überleben der Mütter sichern; 2. Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung; 3. Zugang zu Medikamenten für Kinder; 5. Aufklärung und Information von Kindern, Jugendlichen und Familien

Deutsche Spenden haben bereits Programme in zwölf Ländern unterstützt: So wurden die Angebote für HIV-positive Kinder und Schwangere in Mosambik deutlich ausgebaut. Für 16 Krankenhäuser konnte UNICEF medizinische Ausstattung und Medikamente bereitstellen. 400 Dorfhelfer erhielten Fahrräder, um betroffene Familien zu betreuen. In Sambia haben deutsche Spenden es ermöglicht, die ersten beiden mobilen HIV-Teststationen einzurichten. In Malawi fördert UNICEF Deutschland die Einrichtung von Tageskrippen und Kinderzentren für Waisen. In Kambodscha schult UNICEF Tausende Mönche in der Sozialarbeit mit von AIDS betroffenen Familien. UNICEF hilft in der Ukraine und Haiti, Straßenkinder vor der AIDS-Gefahr zu warnen. Auch in Namibia, Simbabwe, Uganda und Burundi sowie in Indien und Moldawien sind die deutschen Spenden für die UNICEF-Arbeit für von HIV/AIDS betroffene Kinder und Jugendliche eine wichtige Unterstützung.

 

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