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Größte Fortschritte in Afrika: Todesfälle bei Kindern durch Masern um 60 Prozent gesunken

Köln, 19. Januar 2006

Die Zahl der tödlich verlaufenden Masernerkrankungen bei Kindern ist seit Ende der 90er Jahre um 60 Prozent gesunken. Dies gaben heute UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation, das amerikanische Centre for Disease Control and Prevention und das amerikanische Rote Kreuz bekannt. 1999 starben weltweit noch schätzungsweise 873.000 Kinder an der Infektionskrankheit. Durch Impfkampagnen und den Ausbau von Routineimpfungen in den Entwicklungsländern sank diese Zahl auf 345.000 im Jahr 2005. Am größten war der Fortschritt dabei auf dem afrikanischen Kontinent. Hier sank die Zahl der Todesfälle sogar um 75 Prozent von 506.000 auf 126.000. Die hoch ansteckende Infektionskrankheit kann schwere Komplikationen wie Lungenentzündung, Durchfall, Hirnhautentzündung und Hornhautverkrümmung mit nachfolgender Blindheit nach sich ziehen.

Trotz der großen Fortschritte bei der Masernbekämpfung sind nach Einschätzung von UNICEF weiterhin Millionen Kinder durch die Infektionskrankheit bedroht. Am größten ist das Risiko für Kinder unter fünf Jahren in den Entwicklungsländern. Denn etwa jedes vierte Kind dort ist weiter nicht geimpft. Häufig sind diese Kinder auch durch Mangelernährung geschwächt und haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung. Auch in Krisengebieten und nach Naturkatastrophen sind Masernepidemien eine permanente Gefahr. Das Todesfallrisiko kann hier auf zehn bis 30 Prozent steigen. Aber auch in Industrieländern besteht kein Grund zur Entwarnung. Denn eine wachsende Impfmüdigkeit erhöht das Risiko von Masernerkrankungen.

Die Organisationen hatten sich 2001 zur so genannten „Masern-Initiative“ zusammen geschlossen und seither die Impfung von mehreren hundert Millionen Kindern in 47 Risikoländern in Afrika und Asien unterstützt. Gleichzeitig erhielten viele Kinder Vitamin-A-Tabletten zur Stärkung der Abwehrkräfte, Entwurmungstabletten und Moskitonetze zum Schutz vor Malaria. Durch Training von Personal, den Aufbau von Kühlketten und Labors wurden die Gesundheitssysteme insgesamt gestärkt. UNICEF beschaffte allein im Jahr 2005 über 168 Millionen Dosen Masernimpfstoff. Im Februar und März 2006 wurden allein in Bangladesch 33,5 Millionen Kinder geimpft.

Masernimpfungen zählen zu den kostengünstigsten und wirksamsten Vorbeugemaßnahmen. Die Auswertung globaler Statistiken ergab, dass hierdurch seit 1999 rund 7,5 Millionen Kindern das Leben gerettet wurde. Gleichwohl hatten nach Untersuchungen von UNICEF und Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2005 weltweit über 29 Millionen Kinder im Alter von einem Jahr noch keinen Impfschutz. Dabei kostet eine Impfung weniger als einen Euro.

Seit Ende der 90er Jahre stieg der Anteil der Kinder weltweit, die gegen Masern geimpft wurden, von 71 auf heute 77 Prozent. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede - auf dem afrikanischen Kontinent liegt die Impfrate lediglich bei 65 Prozent, in Südasien bei 64 Prozent. In einzelnen Krisenländern wie Niger oder der Zentralafrikanischen Republik ist sogar nur jedes dritte Kind geimpft.

In Deutschland hatten nach Angaben des Robert Koch-Instituts im Jahr 2005 etwas über 90 Prozent der Kinder im Grundschulalter die erste Masernimpfung erhalten. Die zweite Auffrischungsimpfung hatten noch zirka 75 Prozent bekommen. In Nordrhein-Westfalen erkrankten 2006 während einer Epidemie fast 1.200 Kinder an Masern.

Die Strategie zur Verringerung der Todesfälle durch Masern in Entwicklungsländern umfasst vier Komponenten: Routineimpfungen im ersten Lebensjahr, Auffrischungsimpfungen durch Massenimpfkampagnen, Überwachung der öffentlichen Gesundheit und Sofortmaßnahmen beim Ausbruch von Infektionskrankheiten, Aufbau einer medizinischen Grundversorgung für erkrankte Kinder und zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen wie Vitamin-A-Gaben.

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