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Überlebenspaket für Kinder

UNICEF ruft zu Spenden auf

UNICEF, November 2007

Mit seiner traditionellen Weihnachtsaktion ruft UNICEF in diesem Jahr zu Spenden auf, um die Überlebenschancen von Kindern in fünf Ländern Westafrikas zu verbessern. Unter dem Motto „Das Überlebenspaket“ hat UNICEF ein Bündel von kostengünstigen und wirksamen Maßnahmen entwickelt, um die extrem hohe Kindersterblichkeit in der Region zu senken. Fast jedes fünfte Kind erlebt dort seinen fünften Geburtstag nicht. Todesursachen sind meist vermeidbare oder behandelbare Krankheiten wie Durchfall, Atemwegsinfektionen oder Malaria. „Es sind einfache Dinge, mit denen die Kindersterblichkeit deutlich gesenkt werden kann. Doch noch immer sterben weltweit fast zehn Millionen Kinder jährlich an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten“, sagte UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler beim Start der traditionellen UNICEF-Weihnachtsaktion in Berlin und rief die Bundesbürger zu Spenden auf: „Jede Spende hilft: Mit 55 Euro kann UNICEF zehn Moskitonetze zum Schutz vor Malaria bereitstellen. Für 8.000 Euro kann UNICEF in Liberia eine einfache Gesundheitsstation ausstatten.“

Ziel der UNICEF-Aktion „Das Überlebenspaket“ ist es, in den westafrikanischen Ländern Benin, Liberia, Mali, Niger und Sierra Leone für rund eine Million Kinder in bislang besonders schlecht versorgten Regionen eine medizinische Grundversorgung zu schaffen. UNICEF versorgt Hebammen mit Geräten, stellt Impfstoffe, Medikamente und Moskitonetze zum Schutz vor Malaria bereit und verbessert die hygienischen Bedingungen. Vor allem Frauen werden als freiwillige Gesundheitshelfer ausgebildet, die das nötige Wissen über Hygiene und richtige Ernährung an die Bevölkerung weitergeben.

„Der Fortschritt eines Landes bemisst sich nicht nur an Wirtschaftsdaten, sondern vor allem an der Höhe der Kindersterblichkeit“, sagte UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis. „Die Chance auf Überleben ist das erste Recht jeden Kindes.“

Trauriger Rekord: weltweit höchste Kindersterblichkeit in West- und Zentralafrika

West- und Zentralafrika ist heute die Region mit der weltweit höchsten Kindersterblichkeit: Jedes Jahr sterben dort 2,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Viele Mütter bringen ihre Kinder allein ohne jegliche Hilfe und unter unhygienischen Bedingungen zur Welt. Rund 700.000 Kinder sterben schon in ihrem ersten Lebensmonat - meist an Geburtskomplikationen. Auch für die Mütter ist die Gefahr groß: Auf hunderttausend Geburten kommen 900 Frauen, die während oder kurz nach der Geburt sterben. Fehlende Informationen erhöhen das Gesundheitsrisiko: So stillen viele Mütter ihre Neugeborenen nur kurz und geben ihnen stattdessen Fertignahrung. Da es an sauberem Wasser fehlt, erkranken die Kinder oft an schweren Durchfällen. Ohne Behandlung kann ein Kleinkind innerhalb weniger Tage daran sterben. Rund ein Drittel der Kinder sind chronisch mangelernährt und deshalb besonders anfällig für Infektionen. Nur jedes dritte Kind ist gegen die gefährlichsten Kinderkrankheiten geimpft. Hinzu kommt in ganz Westafrika die Gefahr durch Malaria. Doch nur jedes siebte Kind schläft unter einem Moskitonetz. Viele Mütter wissen kaum, wie sie die Gesundheit ihrer Kinder verbessern können. Ausgebildete Gesundheitshelfer sind rar. In vielen Gebieten gibt es für 100.000 Menschen nur einen einzigen Arzt.

NIGER: A woman holds her malnourished child, waiting to be attended to, at the UNICEF-assisted feeding centre of the international NGO Medecins san frontières in the famine-affected town of Maradi, in Maradi Region.
photo: Unicef

Fortschritte durch einfache Maßnahmen

Im Kampf gegen die Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern hat es in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte gegeben. So sank die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag starben, weltweit von rund 13 Millionen in 1990 auf 9,7 Millionen in 2006. Dies entspricht einem Rückgang um 24 Prozent.

Community groups get involved in the fight against malaria
photo: Unicef

Die Erfolge sind vor allem darauf zurückzuführen, dass in vielen Entwicklungsländern mehr Kinder Zugang zu einem Bündel einfacher Gesundheitsmaßnahmen bekommen haben. Dazu gehören die Verbesserung der Hygiene, Impfschutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten wie Masern, Vitamin-A-Gaben zur Stärkung der Widerstandskraft, imprägnierte Moskitonetze zum Schutz vor Malaria sowie die Förderung des Stillens und gemeindenahe Gesundheitsdienste.

Das UNICEF-Überlebenspaket: Geburtshilfe, Impfen, Behandlung und Aufklärung

Um das Überleben der Kinder zu sichern, hat UNICEF in West- und Zentralafrika mit der Initiative „Accelerated Child Survival and Development“ eine wirkungsvolle Strategie entwickelt. Sie ist ein entscheidender Beitrag, um das vierte Millenniumsziel zu erreichen: die Senkung der weltweiten Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel im Vergleich zu 1990.

Die Schwerpunkte des UNICEF-Maßnahmenpakets für das Überleben von Kindern liegen auf besserer Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen, dem Sicherstellen der wichtigsten Impfungen sowie grundlegenden medizinischen Diensten. Zudem spielen die Ausbildung von Freiwilligen und Aufklärungsarbeit eine wichtige Rolle. UNICEF schult freiwillige Dorfhelfer, die eng mit lokalen Gesundheitsstationen zusammenarbeiten. Sie klären die Familien über richtige Ernährung, Hygiene und das Erkennen von Krankheiten auf. Werdende Mütter lernen, dass Muttermilch ihre Kinder optimal ernährt und sie vor Infektionen schützt - und dass die verbreitete Sitte, Neugeborenen als erstes einen Schluck Wasser zu geben, tödlich sein kann. Die Menschen werden darüber informiert, dass Impfen zu den wirkungsvollsten Mitteln gehört, um das Überleben ihrer Kinder zu sichern. Mit Mobilisierungskampagnen in den Dörfern und per Radio ruft UNICEF gemeinsam mit den lokalen Behörden dazu auf, alle Kinder zum Impfen zu bringen.

Anti-polio campaign
photo: Unicef

Mit diesen einfachen, kostengünstigen Maßnahmen kann die Kindersterblichkeit rasch und nachhaltig gesenkt werden. In den ersten Schwerpunktregionen, in denen das „Überlebenspaket“ umgesetzt wird, ging die Zahl der Todesfälle bei Kindern in nur drei Jahren um durchschnittlich 20 Prozent zurück. Mittlerweile erreicht die UNICEF-Initiative über 16 Millionen Menschen in ausgewählten Bezirken in elf west- und zentralafrikanischen Ländern. Statistisch gesehen gelingt es UNICEF und seinen Partnern mit dieser Strategie, mit umgerechnet weniger als 400 Euro den Tod eines Kindes zu verhindern.

UNICEF ruft zu Spenden für die Aktion „Das Überlebenspaket“ auf: Spendenkonto: 300.000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort : „Überleben“ und im Internet unter www.unicef.de

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