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Zugang zur Gesundheitsversorgung in der paläsnensischen Westbank drastisch eingeschränkt

Bericht zur Auswirkung der Mauer in Ramallah vorgstellt
Frankfurt/Main, 2005

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Ramallah (Westbank) stellten das palästinensische gesundheitspolitische Institut HDIP (Health, Development, Information and Policy Institute) und die deutsche sozialmedizinische Hilfsorganisation medico international heute Vormittag eine Untersuchung zu den Auswirkungen der Mauer und Sperranlagen auf die Gesundheitssituation in der Westbank vor. 425.000 Menschen, 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in der Westbank, so die Autorin der Studie Joan Jubran, müssen eine zum Teil extrem eingeschränkte Gesundheitsversorgung in Kauf nehmen. Die Mauer, so Mustafa Barghouti, Direktor des Instituts, führe zu einer Zersplitterung des gesamten Gesundheitswesens.

Die von Israel errichteten Sperranlagen reichen zum Teil bis zu 22 Kilometer in palästinensisches Territorium. Der Verlauf trennt Ostjerusalem von dem Rest der Westbank und schafft außerdem 26 Enklaven, die nur durch von Israel kontrollierte Tore zu erreichen sind.

Das hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Gesundheitsversorgung. So ist aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit die Schwangerschaftsvor- und Nachsorge für viele Frauen nicht erreichbar. Besonders betroffen sind Patienten mit chronischen Krankheiten oder gravierenden Gesundheitsproblemen. Wichtige Fachkliniken befinden sich in Ost-Jerusalem, dem medizinischen Zentrum der Palästinensischen Gebiete. Behandlungen für die teils schwerkranken Patienten sind - wenn überhaupt - nur nach langen Wartezeiten möglich.

Zentrales Problem der Gesundheitsgrundsicherung bleibt die eingeschränkte Mobilität für das Gesundheitspersonal, Ambulanzen, Patienten, für die Lieferung von Medikamenten und Laboruntersuchungen.

Davon betroffen sind auch mobile Kliniken, die versuchen, die Gesundheitsversorgung in den Enklaven abzusichern, darunter auch diejenigen des medico Projektpartners Palestinian Medical Relief Society.

„Dass weder Patienten noch das medizinische Personal über berechenbare Wege verfügen, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen, ist das akuteste humanitäre Problem, das die Studie aufzeigt“, so die medico-Pressesprecherin Katja Maurer in Ramallah. Diese systematische Behinderung von Patienten und medizinischem Personal könne nicht mit den Sicherheitsbedürfnissen von Israel begründet werden, so die medico-Vertreterin. Hier müssten umgehend Änderungen erfolgen. Außerdem zeige die Studie deutlich, dass eine kohärente Gesundheitspolitik unter den Bedingungen dieses Mauerverlaufs nicht möglich sei. Hier sei die internationale Gemeinschaft gefordert Druck auf Israel auszuüben, Bedingungen zu schaffen, die es der palästinensischen Autonomiebehörde überhaupt erst ermöglichen, ein wirkungsvolles Gesundheitssystem in der Westbank zu errichten. Dafür werde sich ihre Organisation auch mit der weiteren Verbreitung der Studie einsetzen.

medico international
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