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Patente entscheiden über das Leben zehntausender an Aids erkrankter Kinder

Duisburg, 02. Dezember 2008
photo: Plakat der Kampagne.

Neue Patente werden ab 2009 die Produktion von bezahlbaren Medikamenten für an Aids erkrankte Kinder gefährden. Die sogenannten Generika aus Indien, also günstig hergestellte Nachahmer-Produkte, versorgen jetzt noch große Teile Afrikas. Das könnte sich dramatisch ändern, wenn die drei Pharma-Unternehmen Gilead, Abbott sowie Bristol-Myers Squibb 2009 ihre Patentrechte durchsetzen.

"Das Lebensrecht für Kinder muss aber in jedem Fall über dem Patentrecht der Unternehmen stehen", so Frank Mischo, HIV/Aids-Experte der Kindernothilfe. Mischo ist seit Jahren am Dialog mit der Pharmaindustrie beteiligt. Er schätzt: "Bis zu 250.000 erkrankte Mädchen und Jungen im östlichen und südlichen Afrika könnten von der medizinischen Versorgung mit Aids-Medikamenten abgeschnitten werden, wenn die Unternehmen auf ihre Patentrechte pochen. Ohne die günstigen Generika aus Indien ist die Behandlung in vielen Teilen Afrikas einfach zu teuer.

 

Indien liefert mehr als 80 Prozent der Aids-Medikamente an Afrika

Indien liefert bisher mehr als 80 Prozent der Medikamente für an Aids Erkrankte in den ärmsten Teilen Afrikas. Dazu gehören gerade erst eingeführte Tabletten und Sirups insbesondere für Kinder. Die Medikamente enthalten die neuesten Wirkstoffe mit vergleichsweise geringen Nebenwirkungen. Außerdem müssen sie nicht mehr gekühlt werden, was für den Einsatz in vielen Entwicklungsländern von großer Bedeutung ist.

WTO-Regeln fordern Patentschutz

Indien ist seit 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation WTO und musste deshalb 2005 ein Gesetz zum Schutz von Patenten verabschieden. Spätestens bis 2009 müssen alle Patente internationaler Konzerne anerkannt werden. Wenn Indien die Vorschrift umsetzt, müssen indische Generika-Hersteller die Produktion stoppen oder die Schließung durch den Staat befürchten.

Forderung: Patente an indische Hersteller übertragen

Die Kindernothilfe fordert gemeinsam mit anderen Organisationen, dass die Pharmaunternehmen die Patente auf die Generika-Hersteller in Indien übertragen. Dafür sollen sie am Verkauf der Medikamente mit einem kleinen Betrag pro Patient beteiligt werden.

Die Kindernothilfe sammelt im Rahmen der Kampagne "Leben statt Pharmaprofit! Patente können tödlich sein" Unterschriften und setzt sich für die Abschaffung der Patente ein. Die Kampagne ist Teil des Aktionsbündnisses gegen Aids, in dem deutschlandweit 250 Organisationen zusammengeschlossen sind.

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