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Immer mehr Wasser wird in Flaschen verkauft

Für viele Arme wird sauberes Wasser unerschwinglich teuer

2006, Karl-Albrecht Immel, Deutsche Welt Hunger Hilfe
Graphik: DWHH, Tränkle+Immel - Beverage Marketing Corp. 2006

Das Geschäft mit Flaschenwasser boomt – nicht nur in den Industrieländern. Im Jahr 2005 wurden weltweit rund 164 Milliarden Liter Wasser in Flaschen abgefüllt und verkauft. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Absatz verdoppelt.

Ein paar große Konzerne dominieren den Markt, allen voran Nestlé, Danone, Coca Cola und Pepsi, aber auch Unilever und andere. In vielen Entwicklungsländern haben sie die wichtigsten lokalen Anbieter aufgekauft. Dank gewaltiger Marketingaktionen erzielen sie dort Jahr für Jahr zweistellige Wachstumsraten. Gerade in Ländern, in denen viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, wird für das „sichere“ Wasser aus der Flasche geworben.

Doch Flaschenwasser ist teuer – zu teuer für die Armen. Wollte eine durchschnittliche indische Familie ihren Trinkwasserbedarf mit Flaschenwasser decken, müsste sie allein dafür mehr als die Hälfte ihres Monatseinkommens aufbringen. In den meisten Haushalten in Schwarzafrika würde der Jahresverdienst kaum für das Wasser eines Monats ausreichen.

Oft sitzen die Menschen dank Flaschenwasser buchstäblich auf dem Trockenen. Die Firmen kaufen immer öfter Nutzungsrechte an einheimischen Wasservorkommen. So pumpte beispielsweise Coca Cola im südindischen Plachimida jahrelang täglich 350.000 Liter Trinkwasser ab, um es in Flaschen zu füllen. Die Brunnen der Umgebung fielen trocken. Gegen die Proteste der Bevölkerung gab es massive Polizeieinsätze. Erst nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen musste Coca Cola kürzlich den Betrieb einstellen.

So verlockend Markennamen wie „Pure Life“, „Aquafina“ oder „Dasani“ klingen mögen – wichtiger wäre es, die öffentliche Wasserversorgung auszubauen. Wo aber die Wasserrechte an private Firmen verkauft werden, bleibt die Versorgung der Armen auf der Strecke. Besonders ärgerlich: Vielerorts bezahlen die Unternehmen nur eine symbolische Gebühr für die Nutzung der Wasservorkommen.

Auch ökologisch ist der Siegeszug des Wasserflaschen bedenklich. Nach vorsichtigen Schätzungen des WWF verbraucht die Wasserindustrie jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Kunststoff. Nur ein verschwindend kleiner Teil wird wieder aufgearbeitet. Milliarden Flaschen landen im Müll.

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