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Verstärkter Kampf gegen Lymphatische Filariose

Medikamente für Millionen Menschen in der "Dritten Welt"

München (ots), November 2005

GlaxoSmithKline (GSK) zeigt Flagge im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten der Entwicklungsländer: In Kapstadt, Südafrika, wurde jetzt eine neue Produktionsstätte für Albendazol eröffnet - ein Medikament, mit dessen Hilfe die gefürchtete Lymphatische Filariose (LF) in den nächsten 15 Jahren ausgerottet werden soll.

Drei Millionen US-Dollar hat das neue Werk in Südafrika gekostet. Die Mitarbeiter dort produzieren ein Anti-Wurmmittel, das kostenlos an Millionen von Menschen verteilt werden soll. Damit beteiligt sich GSK am größten Programm für Medikamenten-Spenden, das es jemals in der Geschichte der pharmazeutischen Industrie gegeben hat.

photo: obs,GlaxoSmithKline
GlaxoSmithKline (GSK) zeigt Flagge im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten der Entwicklungsländer: In Kapstadt, Südafrika, wurde jetzt eine neue Produktionsstätte für Albendazol eröffnet - ein Medikament, mit dessen Hilfe die gefürchtete Lymphatische Filariose (LF) in den nächsten 15 Jahren ausgerottet werden soll. 400 Millionen Albedazol-Tabletten hat GSK bisher kostenlos verteilt, um LF vollständig zu elimieren. LF wird von Mücken übertragen und bedroht rund eine Milliarde Menschen in mehr als 80 Ländern. Während der geplanten 20-jährigen Dauer des Programms wird GSK rund sechs Milliarden Tabletten mit einem Wert von einer Milliarde Dollar spenden.

Lymphatische Filariose, auch Elefantiasis genannt, wird von Mücken übertragen und bedroht rund eine Milliarde Menschen in mehr als 80 Ländern. 120 Millionen Menschen sind bereits infiziert. 40 Millionen davon leiden unter extrem angeschwollenen Gliedmaßen und damit unter furchtbaren Entstellungen, die ein normales Leben unmöglich machen. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO arbeitet GSK seit sieben Jahren daran, die Übertragung der Krankheit zu stoppen und sie so bis zum Jahre 2020 auszurotten. Dazu erhalten die Menschen einmal jährlich Albendazol. Das Medikament verhindert, dass sich der Krankheitserreger, ein parasitärer Wurm, im Körper ausbreiten kann. GSK wird dazu bis 2020 rund sechs Milliarden Tabletten im Wert von einer Milliarde Dollar bereitstellen.

Erfolge in Ghana

Derzeit beteiligen sich bereits zwölf Länder in Afrika am Programm gegen LF, mehr als 20 Millionen Menschen konnten bisher mit den kostenlosen Medikamenten versorgt werden. "Dadurch konnten die Infektionsraten verringert werden", sagt Jean-Pierre Garnier, Vorstandsvorsitzender von GSK, "aber das reicht noch nicht. Ich fordere deshalb die anderen 27 afrikanischen Länder auf, in denen LF grassiert, sich ebenfalls an dem Programm zu beteiligen und so Millionen von Menschen zu helfen."

Garnier zeigte sich nach einem Besuch in Ghana tief beeindruckt davon, wie erfolgreich dort der Kampf gegen LF bereits verlaufen ist: "Innerhalb von vier Jahren wurden zehn Millionen Einwohner, die dem Risiko einer Erkrankung ausgesetzt sind, behandelt." Garnier weiter: "Die Welt konzentriert ihre Aufmerksamkeit zu Recht auf den Kampf gegen Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria - aber wir dürfen darüber nicht andere, weniger bekannte Krankheiten vergessen, die ebenfalls enormes Leid verursachen. Entsprechende Anstrengungen vorausgesetzt, könnte LF nach den Pocken die zweite Krankheit in der Geschichte werden, die dank der modernen Medizin gänzlich von diesem Planeten verschwindet."

Eine Aufgabe, die alles andere als banal ist: Um die Übertragung der Krankheit zu unterbrechen, müssen mehr als 80 % der Risiko-Population behandelt werden. Im Falle LF heißt das: Einmal im Jahr muss jeder Bewohner einer endemischen Gemeinde mit Albendazol und einem weiteren antiparasitären Mittel behandelt werden. Damit nicht genug: Der Parasit stirbt erst aus, wenn er über vier bis fünf Jahre behandelt wird: Knapp eine Milliarde Menschen müssen für die nächsten Jahre bis zu fünf Mal erreicht werden - das wäre schon für ein intaktes Gesundheitssystem eine Herausforderung. Die meisten LF-gefährdeten Menschen leben aber in den am meisten entlegenen Gebieten dieser Erde, in denen oft weder ein Meldesystem, aber schon gar kein effizientes Gesundheitssystem vorhanden ist.

GSK rechnet damit, in diesem Jahr weltweit 140 Millionen Behandlungen mit Albendazol in 40 Ländern zu ermöglichen. Seit dem Start des Programms im Jahre 1998 wurden durch die GSK-Medikamentenspenden bereits 400 Millionen solcher Behandlungen für 80 Millionen Menschen ermöglicht - das entspricht der Einwohnerzahl Deutschlands. In den nächsten Jahren wird GSK so viele Tabletten zur Verfügung stellen, wie benötigt wird, um das große Ziel zu erreichen - die Lymphatische Filariose für immer zu eliminieren.

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