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Niger: Nahrungsmittelverteilungen der Vereinten Nationen erreichen nicht die am stärksten Betroffenen

Berlin/Niamey, 23 August 2005

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt davor, dass die Nahrungsmittelverteilungen in Niger die Bedürftigsten nicht erreichen. Dies sind vor allem Kleinkinder unter fünf Jahren in den am stärksten betroffenen Gebieten im Süden der Provinz Maradi. Ärzte ohne Grenzen appelliert daher an den Generalsekretär der Vereinten
Nationen (UN), Kofi Annan, dafür zu sorgen, dass die zuständigen UN-Organisationen die Hilfslieferungen stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen ausrichten.

Die Nahrungsmittelverteilungen des Welternährungsprogramms (WFP) reichen derzeit weder in Bezug auf Menge noch auf Qualität aus, um der schweren Nahrungsmittel­krise in Niger angemessen zu begegnen. Die Gebiete, in denen die Hilfsgüter verteilt werden, wurden mittels eines Frühwarnsystems ausgewählt, das auf den Ernteerträgen basiert, nicht aber die tatsächliche Ernährungslage der Bevölkerung einbezieht.

Seit Januar 2005 hat Ärzte ohne Grenzen in den Provinzen Tahoua, Maradi und Zinder mehr als 21.000 schwer unterernährte Kinder in seine Programme aufgenommen. Mehr als 12.000 dieser Kinder stammen aus den drei südlichen Bezirken der Provinz Maradi, in der sich die Ernährungslage weiter verschärft. So wurden in der Woche vom 8. bis zum 14. August 2005 allein in diesen Bezirken 1.053 Kinder in stationäre Ernährungszentren zur Intensivbehandlung eingewiesen. Dies ist ein deutlicher Anstieg seit der ersten Juliwoche, in der 403 Kinder dort aufgenommen wurden. Das WFP plant, in diesen Bezirken Nahrungsmittel nur an 110.000 Personen auszugeben. Dies sind nicht einmal 10 Prozent der dort lebenden 1,2 Millionen Menschen.

Ärzte ohne Grenzen weist außerdem darauf hin, dass die vom WFP verteilte Nahrung nicht für Kleinkinder geeignet ist, da die Rationen kein speziell angereichertes Mehl enthalten, das für die Behandlung unterernährter Kinder besonders wichtig ist.

Die Vereinten Nationen haben spät auf die Nahrungsmittelkrise in Niger reagiert und die Hilfe ist noch immer nicht angemessen. So haben die UN die nigrische Regierung im November 2004 darin unterstützt, auf die Notsituation mit kostenpflichtigen Hilfsleistungen zu reagieren. Dadurch aber wurden gerade die armen, bedürftigsten Bevölkerungsgruppen von der Hilfe ausgeschlossen.

Ärzte ohne Grenzen ruft deshalb die UN-Organisationen dazu auf, die Verteilungen ausschließlich an der Bedürftigkeit der Menschen auszurichten und die Hilfe denjenigen zukommen zu lassen, die sie am dringendsten benötigen.

Ärzte ohne Grenzen
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