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Umweltverbände und Industrie fordern europäisches Importverbot für illegales Holz

Brüssel/Frankfurt am Main, 07. April 2005
Eine ungewöhnliche Koalition aus Industrie und Umweltverbänden fordert die Europäische Union auf, ein gesetzliches Einfuhrverbot für Holz und Holzprodukte aus illegalen Quellen zu erlassen. 70 europäische Unternehmen veröffentlichten heute in Brüssel gemeinsam mit dem WWF, Greenpeace und der europäischen Waldinitiative FERN eine Erklärung für ein europäisches Waldschutzgesetz. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die deutschen Unternehmen OBI, Espen, Holz.ConZert, Lueb und Wolters, medialogik, die Westeifel Werke sowie der skandinavische Möbelriese IKEA.

Nach Ansicht der Unternehmen kann nur eine klare EU-Gesetzgebung den Rahmen für einen fairen, nachhaltigen Holzhandel in Europa schaffen. Firmen, die sich um eine umweltverträgliche Produktpalette bemühten, seien gegenüber Wettbewerbern, die auf Umwelt- und Sozialstandards keine Rücksicht nehmen, wirtschaftlich benachteiligt, heißt es in der Erklärung.

Die Europäische Union hatte im Mai 2003 den so genannten FLEGT-Aktionsplan verabschiedet, der die Importe illegalen Holzes auf der Grundlage freiwilliger Partnerschaften mit den Herkunftsländern eindämmen wollte. Dieser Ansatz reicht nach Ansicht von Umweltverbänden und Industrie aber nicht aus, um die gravierenden Probleme zu lösen.

Etwa die Hälfte aller Holzimporte der EU stammt aus illegalen Quellen. "Der unkontrollierte Raubbau in den Wäldern Asiens, Afrikas und Südamerikas bringt den schleichenden Tod für Menschen und Tiere. Millionen Menschen verarmen, weil der Wald als Quelle für Nahrung und Einkommen verschwindet. Viele Arten stehen am Rande des Aussterbens, weil ihr Lebensraum dem Kahlschlag zum Opfer fällt. Europa darf diesem Drama nicht länger zuschauen", fordert WWF-Waldexpertin Nina Griesshammer.

WWF und Greenpeace betonen, dass ein EU-Verbot für illegales Holz aber nur ein Einstieg im Kampf gegen den weltweiten Raubbau sein kann. Häufig sei auch der legale Holzeinschlag nicht nachhaltig. Auch in Deutschland müsse gehandelt werden. Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser: "Der kriminelle Handel muss umgehend verboten werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die nicht nur den letzten Urwäldern helfen, sondern auch Wald- und Holzwirtschaft in Deutschland, müssen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene geschaffen werden. Deshalb begrüßen WWF und Greenpeace grundsätzlich die Ankündigung der Bundesregierung, noch in diesem Jahr ein Urwaldschutzgesetz zu verabschieden."
Beitrag von WWF
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