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Klimawandel: Afrika besonders betroffen

Armen Ländern fehlen die Mittel sich anzupassen

Karl-Albrecht Immel, DWHH, Dez. 2007

Kein anderer Kontinent wird in den kommenden Jahrzehnten so vom Klimawandel betroffen sein wie Afrika. Dürren und Überschwemmungen werden zunehmen, der steigende Meeresspiegel die Siedlungsgebiete von Millionen Küstenbewohnern vor allem an der Westküste gefährden. Schon heute wird in vielen Ländern die Wasserversorgung immer schwieriger. Die Malaria tritt verstärkt in den ostafrikanischen Hochländern und den gemäßigten Breiten im Süden und Norden auf, weil die Temperaturen steigen. In den meisten Ländern Afrikas fehlen die finanziellen und technischen Mittel, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Besonders gravierende Folgen wird der Klimawandel für die Landwirtschaft haben. Kürzere Vegetationsperioden werden zu geringeren Ernten führen. In Nord- und Westafrika werden wichtige Anbaufrüchte wie Mais, Hirse und Sorghum kaum noch gedeihen. Der Weizen wird in den kommenden 70 Jahren ganz aus Afrika verschwinden. Steigende Temperaturen bedrohen den Teeanbau in Kenia und die Kaffeepflanzungen in Uganda. Vermehrte Niederschläge beschleunigen schon heute die Bodenabtragung im entwaldeten Hochland von Äthiopien.

Die Fischer am Viktoriasee werfen immer öfter vergeblich ihre Netze aus – die Seetemperatur steigt, die Fischbestände gehen dramatisch zurück. An der Ostküste und auf den Inseln im indischen Ozean nehmen die Stürme an Zerstörungskraft zu.

Die Abholzung des tropischen Regenwalds im Westen und Süden des Kontinents haben dazu beigetragen, dass die Niederschläge abgenommen haben. Das wiederum verstärkt jetzt die weitere Zerstörung des Waldes. Unter den zehn Ländern mit den weltweit größten jährlichen Waldverlusten sind bereits sechs afrikanische Staaten: Sudan, Sambia, Tansania, Nigeria, der Kongo und Zimbabwe.

Für weite Teile des Kontinents werden zunehmende Probleme bei der Wasserversorgung befürchtet. In den nächsten 50 Jahren werden bis zu 600 Millionen Menschen zusätzlich unter Wassermangel leiden. Wo die Felder nicht bewässert werden können und die Menschen nicht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung haben, verlassen große Teile der Bevölkerung die ländlichen Regionen und ziehen in die Städte. Nirgendwo sonst wachsen die Ballungsräume so schnell wie in Afrika.

Gewaltige Anstrengungen sind nötig, um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen, die Folgen von Wassermangel und Wüstenwachstum zu bewältigen, Wälder aufzuforsten und um sich greifende Tropenkrankheiten zu bekämpfen. Im jüngsten Weltklimabericht werden dafür fünf bis zehn Prozent des gesamten Bruttosozialproduktes in Afrika veranschlagt – Nichtstun könnte das Doppelte kosten.

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