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Die Produktivität der Wirtschaft

Arme Länder bleiben immer weiter zurück

DWHH, Karl-Albrecht Immel, April 2008

Die Wirtschaft wird immer produktiver – in den Industrieländern und in vielen Ländern Asiens. In Afrika und in Lateinamerika gibt es dagegen kaum Fortschritte. Wie viele Waren und Dienstleistungen stellt eine Volkswirtschaft mit Hilfe einer bestimmten Menge Arbeit und Kapital her? Diese so genannte „Faktorproduktivität“ hat die Weltbank in ihren „Global Economic Prospects 2008“ untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend. Eine immer breitere technologische Kluft teilt die Welt in aufstrebende und zurückbleibende Ökonomien.

Seit 1990 haben die Industrieländer um über 20 Prozent, Ostasien sogar um mehr als 100 Prozent zugelegt. In Südasien wuchs die Modernisierung der Wirtschaft um fast 50 Prozent. Neue Technologien, bessere Infrastruktur, hohe Investitionen – viele Länder Asiens verbessern systematisch die Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung.

Ganz anders die Entwicklung in Subsahara-Afrika und Lateinamerika. Dort ist die Wirtschaft seit 1990 um gerade dreieinhalb Prozent produktiver geworden. Auch die arabische Welt hinkt mit etwa acht Prozent Verbesserung weit hinterher. Das Wirtschaftswachstum in diesen Regionen basiert nicht auf weiterverarbeitender Industrie, anspruchsvolleren Dienstleistungen oder gar technologischem Fortschritt. Noch immer dominieren hier die Einkünfte aus dem Verkauf von Rohstoffen.

Dank gestiegener Preise für Öl, Erze, Diamanten und Holz wächst statistisch betrachtet die Wirtschaftsleistung auch in diesen Ländern. Doch die Wachstumsraten verschleiern nur, dass viele Länder technologisch immer weiter zurückbleiben und damit auf lange Sicht auf ihre Rolle als bloße Rohstofflieferanten festgenagelt werden. Für die meisten afrikanischen und lateinamerikanischen Länder heißt das: Fallen die Rohstoffpreise eines Tages wieder, droht eine wirtschaftliche Katastrophe.

Doch es bleiben nicht nur Länder oder gar Kontinente als Ganzes zurück. Immer größer wird auch das Gefälle zwischen den Metropolen und ländlichen Gebieten sowie zwischen den verschiedenen Sektoren der Wirtschaft eines Landes. So können zum Beispiel IT-fähige Dienste in indischen Großstädten technologisch mit entsprechenden Angeboten in den Industrieländern konkurrieren. Gleichzeitig haben aber mehr als 90 Prozent aller ländlichen Haushalte keinen Zugang zum Telefonnetz.

Die mangelhafte Infrastruktur gehört zu den wichtigsten Faktoren, die eine Verbreitung moderner Technologien behindern. Wo Straßen, Elektrizität oder Kommunikations-verbindungen fehlen, lassen sich keine effizienten Wirtschaftsstrukturen aufbauen. So sind zum Beispiel in Subsahara-Afrika nur acht Prozent der Bevölkerung an die elektrische Stromversorgung angeschlossen.

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