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Öffentliche Ausgaben – Geld für die Menschen

Große Unterschiede zwischen den armen und reichen Ländern

DWHH, Karl-Albrecht Immel, Mai 2006

Die weltweite Kluft zwischen Arm und Reich wird immer tiefer – das gilt nicht nur für die privaten Einkommen, sondern auch für die öffentliche Hand. In Ländern, in denen die Menschen kein Geld für Arzt- oder gar Krankenhausbesuche haben, muss der Staat die finanziellen Lasten des Gesundheitssystems tragen. Wo Schulgeld oder Studiengebühren für die meisten Bürger unerschwinglich sind, muss die öffentliche Hand das Bildungssystem allein finanzieren. Doch grade in den ärmeren Ländern kann der Staat diese Aufgabe nicht ausreichend erfüllen.

Für das Sechstel der Menschheit, das in Ländern mit hohem Einkommen lebt, steht etwa elf Mal so viel öffentliches Geld für das Gesundheitssystem zur Verfügung wie für die restlichen fünf Sechstel. Nigeria gibt für die Gesundheit pro Einwohner jährlich etwa 60 US-Dollar aus, in Japan sind es rund 2.480 US-Dollar.

Ähnliches gilt für das Bildungssystem. In Deutschland wird sicher zurecht darüber geklagt, dass die Schulklassen immer größer werden. Doch gibt es hierzulande statistisch immerhin einen Lehrer auf 14 Grundschüler. Das entspricht auch dem Durchschnitt in der EU. In Ländern wie Ruanda oder Tansania kommen im Primarbereich dagegen rund 60 Schüler auf einen Lehrer.

Verheerend wirkt sich die ungleiche Finanzkraft auch im Bereich Forschung und Entwicklung aus. Ob Arzneimittel oder Elektronik, ob Agrarforschung oder Materialentwicklung – weltweit orientiert sich kommerzielle Forschung fast ausschließlich an den Bedürfnissen der Menschen in den reichen Ländern. Umso wichtiger wäre es, dass in ärmeren Staaten mehr öffentliche Gelder z.B. für die Entwicklung angepasster Technologien zur Verfügung stehen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Betrachtet man die aktuellen Forschungsausgaben zusammen mit dem chronisch unterfinanzierten Bildungssystem in vielen ärmeren Ländern, dann scheint die technologische Kluft zwischen Arm und Reich auf Jahrzehnte hinaus unüberbrückbar – mit den entsprechenden Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung. So betrachtet erscheinen Nachahmerpräparate, Patentdiebstahl oder Markenpiraterie auch als Folge ungleicher Entwicklungschancen – Probleme, für die rechtlich einwandfreie aber auch gerechte Lösungen gefunden werden müssen.

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