Topics GREEN world Stories & Images about us contact us

myGREENnews.com

Home »  GREEN world »  development
Topics
politics
business
society
culture
GREEN World
development
education
communication
environment
health
human rights
UN & NGOs
Stories & Images
people
regional
photo journal

Immer mehr Geld für Lebensmittelimporte

Je ärmer das Land, desto schneller steigen die Ausgaben

DWHH, Karl-Albrecht Immel, Oktober 2007

photo: Su-Kyung Han

Weltweit werden Nahrungsmittel immer teurer. Im Jahr 2007 werden Lebensmittel für über 400 Milliarden Dollar importiert. Das sind fast fünf Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006. Die Mengen bleiben fast unverändert, aber die Preise steigen. Darunter leiden vor allem die Entwicklungsländer und insbesondere die ärmsten unter ihnen. Die sog. LDC (least developed countries) müssen für Nahrungseinkäufe aus dem Ausland heute rund 90 Prozent mehr ausgeben als noch im Jahr 2000. Zum Vergleich: die Rechnung der Industrieländer für Nahrungsimporte stieg im gleichen Zeitraum nur um 22 Prozent.

Vor allem die Preise für Getreide und Pflanzenöl sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Die weltweiten Vorratslager waren selten so leer wie heute und immer mehr Ackerflächen werden für die Produktion von Biokraftstoffen benötigt. Außerdem steigen die Frachtraten für den Transport über Land und See.

Leidtragende sind vor allem die ärmsten Länder. Jahrelang haben die Industrieländer hochsubventionierte Lebensmittel aus ihren Überschüssen billig auf den Weltmarkt geworfen und damit viele Bauern in den Entwicklungsländern ruiniert. Jetzt ist das weltweite Angebot so knapp, dass die EU sogar ihr Flächenstilllegungsprogramm aufgegeben hat. Doch in den ländlichen Regionen vieler armer Länder fehlt das Geld, um eine leistungsfähige Landwirtschaft aufzubauen. Auf absehbare Zeit müssen immer mehr Nahrungsmittel importiert werden – bei drastisch steigenden Weltmarktpreisen.

Dazu kommt, dass sich die Ernährungsgewohnheiten in einigen wichtigen Schwellenländern denen der Industrieländer angleichen. So steigt beispielsweise in China der Fleischkonsum rasch an. Damit erhöht sich weltweit auch der Bedarf an Futtermitteln - zulasten jener armen Länder, in denen sich die Menschen direkt von Getreide ernähren, weil sie sich Fleisch gar nicht leisten können.

Die FAO rechnet für die kommenden Jahre darüber hinaus mit klimabedingten Problemen. Dürren und Überschwemmungen werden zunehmen. Auch davon werden vor allem die Bauern in den am wenigsten entwickelten Ländern betroffen sein.

Mittlerweile lebt die Hälfte der Menschheit in Städten. In vielen Ländern hat die Landflucht dramatische Ausmaße angenommen. Vielerorts werden die ländlichen Räume und damit die Nahrungsmittelproduktion vernachlässigt. Wenn dieser Trend nicht gestoppt wird, könnte die Zahl der Hungernden bald schon wieder steigen.

development »
India working woman
널려있는 가난 - 가난은 이해를 넘어 극복해야 할 과제
Armut ist nicht nur eine Sache des Verständnisses, sondern eine Aufgabe zum Überwinden
slums
Sub-saharan Africa lags, rest of the world on track to meet poverty goals
transport system
Africa must make efficient transport system a priority
Two population experts win UN awards
Arab world makes much progress in child welfare
Bretten Woods institutions say progress on development goals still wanting
At donors conference for south Sudan, Annan appeals for $2.6 billion for peace
top TOP
imprint | disclaimer