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Armut – vor allem die Kinder leiden

Jährlich sterben mehr als zehn Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren

DWHH, Karl-Albrecht Immel, September 2007

photo: Su-Kyung Han

Alle drei Sekunden stirbt ein Kleinkind unter fünf Jahren an Durchfall, Lungenentzündung, Malaria, Masern, Aids. Mehr als die Hälfte dieser Kinder überlebt einfache Krankheiten nicht, weil ihr Körper durch Unterernährung geschwächt ist. Ausreichend sauberes Wasser, Hygieneeinrichtungen und genug zu Essen – das könnte jedes Jahr fast zehn Millionen Kleinkinder retten. Noch immer hungern rund 150 Millionen Kleinkinder in den Entwicklungsländern. Jedes Jahr werden mehr als 20 Millionen Babys schon untergewichtig geboren, ohne dass es für sie spezielle medizinische Hilfe gäbe.

Über 125 Millionen Kleinkinder leben in Haushalten ohne Zugang zu Trinkwasser. Mehr als 280 Millionen wachsen ohne sanitäre Einrichtungen auf. Diese sanitäre Katastrophe gehört zu den tödlichsten Entwicklungshemmnissen überhaupt und wird doch kaum öffentlich diskutiert. Die Versorgung mit Toiletten ist in vielen Ländern ein Tabuthema. Erfahrungen in Peru und Ägypten belegen, dass allein die Installation einer Spültoilette die Überlebenschancen von Säuglingen um rund 60 Prozent erhöht. In Orangi, einer ursprünglich illegalen Siedlung nahe der pakistanischen Großstadt Karatschi ging die Säuglingssterblichkeit sogar von 130 auf 40 Todesfälle pro 1.000 Geburten zurück, nachdem die Bewohner in Eigeninitiative Sanitäranlagen für über 90.000 Häuser angelegt hatten.

Umfassend angelegte Impfkampagnen haben Erfolge im Kampf gegen Masern, Kinderlähmung und andere Kinderkrankheiten gebracht. Vor allem in Afrika gibt es jedoch kaum wirksame Maßnahmen gegen Malaria. Allen Bemühungen der UNO („roll back malaria“) zum Trotz: Südlich der Sahara sterben jedes Jahr fast eine Million Kleinkinder an der durch Mücken übertragenen Krankheit. Einfache Medikamente und Moskitonetze könnten helfen. Für eine flächendeckende Versorgung fehlt es jedoch an Geld und vielerorts auch am politischen Willen.

Wirksame Hilfe scheitert oft an bürokratischen Unzulänglichkeiten. Viele Geburten werden amtlicherseits gar nicht erfasst. Die UNO schätzt, dass zum Beispiel in Afrika mehr als die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren nicht gemeldet ist. Schon allein daran scheitert oft die Planung dringend notwendiger staatlicher Hilfs- und Vorsorgeprogramme.

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