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Kinderschutz in der virtuellen Welt

Deloitte und EU-Kommission testen Effektivität von Internetfiltern

Frankfurt/München (ots), 11. Februar 2008
Avatar Chanell Pera in Second Life
photo: Su-Kyung Han

Die Ergebnisse der zweiten europaweiten Studie "Safer Internet" zu Filtermöglichkeiten für potenziell schädliche Online-Inhalte für Kinder im Alter von unter 10 Jahren und Jugendliche bis 16 Jahren zeigen, dass Softwarehersteller kontinuierlich versuchen, ihre Produkte weiter zu verbessern. Die Studie wurde von Deloitte in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission als Teil des "Safer Internet Plus Programme" (SIP) durchgeführt. Mehr als 100 Eltern und Lehrer aus zehn verschiedenen europäischen Ländern testeten die 30 gängigsten Internetfilter. Zusätzlich wurden sie von Software-Experten geprüft.

"Die Resultate der diesjährigen Studie zeigen im Vergleich zum Vorjahr, dass sich die Software-Filter für den Internet-Kinderschutz wesentlich verbessert haben. Dennoch besteht weiterhin enormes Optimierungspotenzial, um einen effektiven Schutz zu erreichen", erläutert Stefan Weiss, Senior Manager und Experte für Privatsphären- und Datenschutz im Internet bei Deloitte.

23 Produkte verbesserten ihre Filterfähigkeiten bezogen auf nicht-sexuelle Inhalte von Internetseiten signifikant. Dagegen erzielten acht Anbieter schlechtere Ergebnisse als im Vorjahr, unter anderem da erstmals dynamische Web-2.0-Inhalte einbezogen wurden - die schwer zu filtern sind. Sieben Anbieter behoben Sicherheitsmängel aus 2006 und drei erhöhten die Unterstützung weiterer europäischer Sprachen.

Das SIP-Steuerungsgremium betrachtet umfassende Filtermechanismen, die insbesondere für Kinder unter zehn Jahren zu viele Inhalte blockieren als akzeptabel, um Kinder auch sicher vor sämtlichen schädlichen Inhalten zu bewahren. Bei älteren Kindern im Alter von 11 bis 16 Jahren tendieren die Verantwortlichen zu mehr Durchlässigkeit und dem bewussten Einstellen von ausgesuchten Inhalten, da sonst interessante Informationen blockiert werden.

Der aktuelle Test zeigt, dass unter den 30 Internetfiltern nur ein Produkt sehr guten Schutz für sechs- bis zehnjährige Kinder bietet - weitere sechs Anbieter sind als gut zu bezeichnen. Für Jugendliche gibt es keinen Internetfilter, der mit sehr gut oder gut abschnitten hat - allerdings haben drei Filteranbieter eine sehr gute Software, wenn es einzig um den Schutz vor pornografischen Seiten geht.

Die Testergebnisse hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit haben sich im Vergleich zum letzten Jahr verschlechtert. Eltern erwarten Filterlösungen, die leicht zu bedienen sind: Plug-and-Play-Software oder integrierte Filterprogramme zählen zu den Favoriten. Die besten Filter, wenn es um einfache Installation und Bedienung geht, sind Services, wie sie beispielsweise von AOL bereitgestellt werden oder von Microsoft Vista optional bei der Programminstallation enthalten sind.

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