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Nationale und Globale Medienkomplexe: Indien

Su-Kyung Han
photo: Su-Kyung Han

Indien zeichnet sich durch seine religiöse, ethnische und sprachliche Vielzahl, die großen Unterschiede zwischen den städtischen und ländlichen Regionen, den Reichen und Armen sowie der großen Spanne der Bildungsunterschiede, was aber als Barriere für die uniforme Kommunikation im Lande darstellt wird, aus. Die sprachliche Vielfalt ist insbesondere für die uniforme Kommunikation problematisch. Die 26 Bundesstaaten und 6 Unionsterritorien teilen sich 17 Hauptsprachen und 844 Dialekte. Hindi als die offizielle Sprache wird von 39.9% der Bevölkerung gesprochen; Englisch wird im allgemein (in Kombination mit Hindi oder einer offiziellen bundesstaatlichen Sprache) als amtliche, geschäftliche Sprache und für kommerzielle Transaktionen genutzt. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 65.5% der Bevölkerung. Das Motto “unity in diversity“ steht auf der sprachlichen, religiösen und ethnischen Ebenen im Vordergrund.

Die Informationstechnologie führte zu gravierenden Änderungen und Entwicklungen im Mediensektor und in der Kommunikationsindustrie. TV Networks breitet sich über Satelliten- und Kabelsender aus und erreicht 2002 40 Millionen Haushalte. Die Konvergenz der Massenmedien, Kommunikations- und Informationstechnologie mit der Nutzung des Kabelsystems führte zur Revolution der Informationssammlung und -ausbreitung. Diese Entwicklung nutzen große Medienkonzerne mit ihren Netzwerken, gestützt auf Satelliten- und Glasfaserinfrastruktur für die Vermittlung von Informationen über die Telekommunikation, Computernetzwerke oder Rundfunksender, um zu expandieren. Infolge dieser Entwicklung hat die Regierung das „Communication Convergence“-Gesetz erlassen: darin werden die Regulierungen für die drei relevanten Sektoren der Rundfunkanstalten, Telekommunikation- und Informationstechnologie festgelegt. Das „Communication Convergence“-Gesetz, das 2002 in Kraft trat, wird sich auf die Zukunft der Medienwissenschaft des Landes auswirken.

Die TV Industrie öffnete sich 1991 mit dem Liberalisierungsprogramm, was eine gezielte Öffnung Indiens für den Rest der Welt war, den ausländischen Fernsehsendern, so drang zum Beispiel Rupert Murdoch´s StarTV mit 5 Sendern auf den indischen Markt. Die Liberalisierung der Fernsehpolitik der Regierung führte zu noch mehr privaten Anbietern wie Direct-to-Home Television und zum Wachsen der Vielfalt der indischen regionalen Sprachen der Privatsender: 11 regionale Sprachsender von Doordarshan werden von den privaten, nationalen Sendern wie Zee, Star, Sony und regionale Sendern wie Sun, Eenadu, Udaya, Surya und ausländischen Sendern wie CNN, BBC, Discovery, MTV herausgefordert.

Trotz der Satelliten und Kabeltechnologie ist Doordarshan immer noch dominant auf dem indischen Medienmarkt, seine Reichweite liegt bei 97.4% mit einer Zuschauerquote von 86.4%. Satellitenprogramme senden meist populäre Familienserien mit städtischen Themen über soziale Beziehungen, während Doordarshan auch religiöse Serien ausstrahlt.

Dazu wuchsen die Werbungen der Mediensender vor allem im Fernsehbereich. Die indischen Werbeagenturen sind entweder in indischem Besitz oder operieren mit internationalen Partnern. Die Mehrheit der Top 20 Werbeagenturen in Indien sind entweder Joint-Venture Unternehmen oder arbeiten mit großen multinationalen Werbeagenturen BBDO, Q&M, McCann-Ericsson, Bates, DY&R zusammen. Diese Werbeagenturen kontrollieren fast 75% des indischen Werbemarktes.

Neben der Fernsehindustrie wächst auch die indische Filmindustrie, sie breitet sich in Südasien und den westlichen Industriestaaten mit ihren Filmen und Filmmusiken aus und gewinnt zunehmend internationale Popularität. Indien behauptet sich als einer der größten Filmproduzenten der Welt mit mehr als 800 Titeln pro Jahr. Filme werden auf Hindi und den regionalen Sprachen produziert, Englisch synchronisiert oder mit englischen und fremdsprachigen Untertiteln weltweit vertrieben. 1999 entstanden etwa 754 kommerzielle Filme, davon 166 auf Hindi, 153 auf Tamil, 132 auf Telugu und etwa 203 ausländische Feature Filme. Die Highlights waren „Monsoon Wedding“ von Mira Nair und „Lagaan (Tax)“ mit internationalem Erfolg.

 

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