Topics GREEN world Stories & Images about us contact us

myGREENnews.com

Home »  GREEN world »  communication
Topics
politics
business
society
culture
GREEN World
development
education
communication
environment
health
human rights
UN & NGOs
Stories & Images
people
regional
photo journal

Von der Globalisierzung zur Regionalisierung und Lokalisieurng des Medienmarkt Asiens

Su-Kyung Han

Mit den wachsenden Mittelschichten in den asiatischen Ländern wurde Asien ein Schlüsselmarkt für die führenden transnationalen Fernsehsender im Globalisierungsprozess des Medienbereichs der 90er Jahre. Trotz der zunehmenden globalen Korporationen gilt Asien aufgrund der multikulturellen, ethnischen, religiösen und linguistischen Komplexität, des früher relativ isolierten Massenpublikums und der Popularität der einheimlichen Programme für die globalen Medienunternehmen immer noch als Herausforderung. Problematisch von Seiten der globalen Unternehmen aus betrachtet bei der stabilen Marktpositionierung ist die restriktive Medienpolitik der asiatischen Regierungen zur Kontrolle der globalen Rundfunksender.

Die Strategie der globalen Fernsehsender in der ersten Phase bedeutete eine weitere Übertragung ihrer westlichen Programme auf jeden lokalen Markt Asiens. Dies entfachte die theoretische Diskussion über eine neue Art des Kultur- und Medienimperialismus unter dem Decknamen der Globalisierung. Die nächste Programmstrategie der globalen Fernsehsender tendierte zur „Glokalisierung“, die wechselseitige Einflussnahme zwischen dem Globalen und Lokalen. Das Potenzial für die Globalisierung der Medien durch die Kommunikationstechnologie steigt einerseits, aber das kulturelle Interesse und die Logik der Märkte zersplittern die Medien in Asien zu regionalen geo-linguistischen Gebieten, d.h. Regionalisierungstendenz als Strategie der Medienunternehmen.

Der Kampf um den globalen Medienmarkt zwischen den großen Medienunternehmen in dieser Region hat sich in den letzten Jahren verschärft. So zum Beispiel versucht der Medien-Mogul Rupert Murdoch unter dem Motto „no risk, no profit“ durch StarTV die asiatisch-pazifische Region zu erobern, der Sender bietet Programme für das regionale Publikum innerhalb Asiens in verschiedenen Sprachen wie Mandarin, Hindi, Bahasa Indonesisch, Arabisch und Englisch an, um eine große Zuschauerzahl zu erreichen, zielt vor allem auf das chinesisch und indisch sprechende Publikum. BBC World Service versucht durch Joint-Venture Produktion in Indien die geo-linguistischen Märkte zu erobern, und CNN plant Regionalbüros in Asien anzusiedeln.

Insbesondere sind die Länder wie Indien und China für die Zukunft der globalen Medienkonzerne viel versprechend, die bisherigen Medienmetropolen in Asien wie Hongkong und Singapur hingegen verlieren langsam ihre Attraktivität, die mit der wirtschaftlichen Liberalisierung und der Sprachvorteile verbunden war. Aufgrund der gut ausgebildeten, aber günstigen Arbeitskräfte im Informatikbereich und der Liberalisierung des Medienbereichs bietet Indien für viele internationale Firmen nicht nur einen neuen Standort als Informationstechnologiezentrum, sondern auch ein neues Zentrum der Filmindustrie, das Stichwort „Bollyhood statt Hollyhood“. Trotz der noch strengen Medienpolitik Chinas hat der Versuch der globalen Medienunternehmen im chinesischen Medienmarkt Fuß zu fassen längst begonnen. Rupert Murdoch gelingt es sogar, durch wirtschaftlich attraktive Investitionen eine Lockerung der chinesischen Medienpolitik zu bewirken, so bietet das Programmpaket, das speziell auf China zugeschnitten ist, „mehr Unterhaltung, aber keine kritische Berichterstattung“ an.

Der Regionalisierungsantrieb kommt nicht von den globalen Medienorganisationen wie StarTV, BBC oder CNN sondern wird von den lokalen Akteuren getrieben. So konkurrieren Hongkong und Taiwan um das Zentrum der chinesischsprachigen TV Programme und Filme. Hongkongs Fernsehsender besitzt eine Bibliothek mit mehr als 75.000 Stunden chinesischer Programme und etabliert sich als Marktpotenzial auf dem chinesischen Festland. Die regionale Organisation „Asia Pacific Broadcasting Union (ABU)“ beteiligt sich am globalen TV Nachrichtenspiel. Obwohl es wegen der großen politischen, ökonomischen und kulturellen Unterschiede zwischen den Staaten in dieser Region nicht leicht ist, war ein Element für die Union die Unzufriedenheit über die Tatsache, dass der Informationsfluss immer von den entwickelten Ländern aus kontrolliert wird. Auch der japanische Sender NHK versuchte 1991 durch ein 24 Stunden TV-Nachrichtennetz „Global News Network“ globale Nachrichten zu übertragen, aber einige asiatische Staaten schränkten wegen der Zeit im Zweiten Weltkrieg und der Befürchtung der kulturellen Dominanz die japanischen Satellitensendungen ein. Ob die japanischen Aktivitäten im asiatischen Medienmarkt als bessere Alternative angenommen werden, ist die Frage.

Diese Tendenz wurde durch die starke kulturelle Affinität, wachsende ökonomische Integration, technischen Entwicklungen, Verfügung über Kommunikationsinfrastruktur und Öffnung von bisher geschlossenen Märkten in Asien möglich, sowohl für transnationale Medienunternehmen als auch für nationale und lokale Fernsehsender.

communication »
Heidelberg Claus Kleber
„Amerikas Kreuzzüge” von Nachrichtenmoderator Claus Kleber
Chinese journalist Barred from work wins UNESCO press freedom prize
UNESCO condemns murder of mexican journalist as attack on democracy
Information technologie must be used to promote development, Annan tells UN Forum
UN seeks higher global media profile through Cannes TV programming market
top TOP
imprint | disclaimer