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Globale Kultur, asiatische Werte und Medien

Su-Kyung Han

Infolge der neuen Kommunikationstechnologie wurde die Aufmerksamkeit mit der Globalisierungsdebatte auf ihre Auswirkungen auf die Kultur in den asiatischen Ländern erhöht. Euphorie und Skepsis für die neue Informationstechnologie im Zeitalter der Globalisierung mischen sich. Einerseits, nach dem Motto „global village“ könnten ärmere Staaten den Sprung zu den entwickelten Staaten der Technologie schaffen, neue Technologien seien daher Vorzeichen der Freiheit, Öffnung und Auswahl. Andererseits kann die neue Revolution weiterhin eine Hoffnungslosigkeit bergen, da das Potenzial für neue Formen der Hegemonie und Kontrolle über die ärmeren Länder von den entwickelten Staaten, die die neuen Medien kontrollieren, bleibe und die einheimlichen Kulturen durch eine materielle Weltkultur, die durch die neuen Medien produziert wird, vernichtet werden könnten.

Die Telekommunikation, Satelliten und Computer ermöglichen Verständigungen zwischen den Kulturen und Identitäten verschiedener Staaten. Trotz dieser Möglichkeit befürchten einige nationale Führer Asiens aber den Verlust ihrer kulturellen Identität wegen dem überschwemmen ausländischer Kulturprodukte mit deren Werten. Das „global village“ spiegelt nicht die asiatische Realität wider, da noch ethnische Politik, religiöser Fundamentalismus und nationales Interesse sowohl in Asien als auch weltweit als aktuelle Problematik und Herausforderung gelten. Die neue Kommunikationstechnologie kann zwar eine globale Ökonomie schaffen und die Kommunikationstechnologie internationale Finanzen und große ökonomische Quellen über Grenzen erschließen, dies schafft aber keine kulturelle Nähe, längst nicht ein „global village“ mit einer globalen Kultur.

Die neue Technologie verstärkt eher ethnische und kulturelle Identitäten aus Angst vor dem Verlust der eigenen kulturellen Identität und möglichen kulturellen Vernichtungen. Die Diskussion über den kulturellen Imperialismus der 70er und 80er wandelte sich in den 90er Jahren zur kulturellen Globalisierungsdebatte, die insbesondere in vielen asiatischen Ländern unter den Stichworten „Asiatische Werte“ oder „Asiatisierung Asiens“ geführt wurde. Wegen dieser neuen Herausforderungen verfasste die „General Assembly of the Asian Broadcasting Union“ (ABU) beim Treffen in Kyoto 1994 spezielle „Guidlines for Transnational Satellite Broadcasters in the Asia Pacific Region“ für die Respektierung der kulturellen Unterschiede im asiatisch-pazifischen Raum. Zusammenfassend zwei Aspekte: 1) Die Entwicklung der Satelliten TV Services werde die „free flow of information“ in dieser Region fördern, 2) Zugleich sei zu bedenken, dass die Auswirkungen auf die Werte und Kulturen der asiatischen Staaten eine schädliche Wirkung haben könnte.

Die meisten asiatischen Staaten sind pluralistische Gesellschaften, die aus einer dominanten Gemeinschaft und vielen Minderheitsgemeinschaften bestehen, die auf der Basis der Sprachen, Religionen, Gesellschaftsschichten und Rassen zu unterscheiden sind, aber unter einer gemeinsamen Politik verankert sind. Die zentrale Frage der Identität und Konflikte wird aus den ethnischen, religiösen, linguistischen und kulturellen Unterschieden und der Vielfalt der Gemeinschaften beantwortet, so ist die Schaffung einer „global village“ in Asien im Sinne des Pluralismus und der Multikultur zu interpretieren, da jeder Gemeinschaft ihr eigenes zentrales Wertesystem zugrunde liegt.

Im Hinblick auf die kulturelle, politische und ökonomische Vielfalt Asiens wurde die Globalisierung im Zusammenhang mit den aktuellen Themen und Herausforderungen für die Medienindustrie auf der Konferenz 2003 in Bangkok diskutiert, um darauf alternative Lösungen und Antworten zu finden. Dabei wurden die Erfahrungen und Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in der Region behandelt, ein besseres Verständnis verabredet und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Ländern als Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierungsprozesse der Kommunikation vereinbart. Betont wurde dabei, dass Globalisierung keine Einbahnstrasse sei, sondern eine „two-way road“, und in der wachsenden Einsicht einer möglichen Expansion einer singulären Globalkultur liegt die Aufgabe der Medien in der Bewahrung der kulturellen Identitäten und Förderung der kulturellen Vielfalt, ohne den positiven Faktoren der Internationalisierung entgegenzuwirken.

Für die meisten Länder Asiens stellt die Koexistenz unterschiedlicher Völker unter einem politischen Dach eine Herausforderung dar, da die konfliktbereiten Spannungsverhältnisse zwischen den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Ungleichheiten nicht ausgeräumt werden konnten. Diese immanenten Konfliktfaktoren zu reduzieren bedarf es großen Anstrengungen von Seiten der Regierungen aus, in diesem Zusammenhang ist insbesondere die Rolle der Medien zur Herstellung und Förderung eines harmonischen Zusammenlebens gefragt. Unter der Annahme, dass die Unterschiede selbst zum Reichtum der Gemeinschaft der Menschen gehört, das Konzept der kulturellen Vielfalt soll daher von den Medienakteuren zur Förderung von Frieden und gemeinschaftlicher Harmonie unter den Staaten der Welt und der multikulturellen und multiethnischen Gesellschaften zum Schutze der globalen Gefahr der Standardisierung wahrgenommen werden. Mit Hilfe der Medientechnologie kann schließlich ein Zentrum der Gesellschaft zu einem größeren Kreis der Individuen für eine potenzielle Einheit und soziale Solidarität zwischen den unterschiedlichen Gemeinschaften zum Zusammenschluss der Nationen in Asien geschaffen werden.

Seit dem Anschlag am 11. September wurden die Themen „Medien und Kampf gegen den globalen Terrorismus“, „Medien und Islam“, „Medien und ethnische Konflikte in Südostasien“ sowie die „Rolle der Medien in den gespaltenen asiatischen Gesellschaften“ vehement diskutiert, was für die multireligiösen, multiethnischen und multikulturellen Gesellschaften Asiens eine neue Herausforderung der Koexistenz bedeutet, (Asia Media Summit 2004, Kualar Lumpur/Malaysia). Wie die Ausbreitung der Kommunikationstechnologie ethnische Identitäten verändert, sich auf die fragile Welt Asiens auswirkt und wie die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit regionalen Konflikten und dem globalen Terrorismus in den Medien aufgenommen und in der Region diskutiert werden, ist daher interessant zu beobachten.

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